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Wer die Welt verändern will, muss sie erkennen. Braucht Ideen. Braucht Mitstreitende.
Es ist keine leichte Aufgabe, den Kapitalismus zu überwinden.
Es ist schwer, über eine lange Zeit gemeinsam für eine bessere Zukunft zu streiten.
Doch die gute Nachricht ist: Alles kann man lernen!

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Brecht Gedicht

Bertolt Brecht
Lob des Lernens

Lerne das Einfachste! Für die
Deren Zeit gekommen ist
Ist es nie zu spät!
Lerne das Abc, es genügt nicht, aber
Lerne es! Laß es dich nicht verdrießen!
Fang an! Du mußt alles wissen!
Du mußt die Führung übernehmen.

Lerne, Mann im Asyl!
Lerne, Mann im Gefängnis!
Lerne, Frau in der Küche!
Lerne, Sechzigjährige!
Du mußt die Führung übernehmen.

Bertolt Brecht
geb. 10.2.1898 Augsburg
gest. 14.8.1956 Berlin, Dichter, Theatertheoretiker und Regisseur.

Lerne, Mann im Asyl!
Lerne, Mann im Gefängnis!
Lerne, Frau in der Küche!
Lerne, Sechzigjährige!
Du mußt die Führung übernehmen.

Suche die Schule auf, Obdachloser !
Verschaffe dir Wissen, Frierender!
Hungriger, greif nach dem Buch: es ist eine Waffe.
Du mußt die Führung übernehmen.

Scheue dich nicht zu fragen, Genosse !
Laß dir nichts einreden
Sieh selber nach!
Was du nicht selber weißt
Weißt du nicht.
Prüfe die Rechnung
Du mußt sie bezahlen.

Lege den Finger auf jeden Posten
Frage: Wie kommt er hierher?
Du mußt die Führung übernehmen.

Bertolt Brecht (1898-1956) hat etwa 2300 Gedichte geschrieben.
Das Gedicht „Lob des Lernens“ ist Teil des Theaterstücks „Die Mutter“.

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